Das Standardinstrument in der schonenden Zahnmedizin ist der Laser
Wer kennt ihn nicht? Den Bohrer, der in den letzten 100 Jahren zu einem Synonym der klassischen Zahnmedizin geworden ist. Dessen Geräusch selbst die Nerven der härtesten Menschen bis auf das äußerste strapaziert. Vieles ist durch die neuen Anästhesiemethoden und Zahnärzte, die individueller auf Patienten eingehen, besser geworden.
Die schonendste Behandlung lässt sich jedoch nicht mit den klassischen Mitteln erzielen, diese erfordert die Anwendung neuer Technologien. Eine schonende, schmerzfreie Behandlung mit einer schnelleren Wundheilung, geringeren Schwellungen, maximaler Substanzschonung und autobakterizider Wirkung lässt sich mit einem Laser durchführen.
Schonend und schmerzfreiEin Laser bündelt Licht eines gewissen Frequenzspektrums und sendet dieses fokussiert aus. Die Dauer der einzelnen Lichtpulse ist so kurz, dass die Reaktionsschwelle der Nerven nicht erreicht wird, d.h. in vielen Fällen ist die Behandlung vollkommen schmerzfrei. Früher war der Zahnarztbesuch mit der Spritze, der folgenden Betäubung und dem Taubheitsgefühl danach verbunden. Mit dem Laser kann auf die Anästhesie meist verzichtet werden.
Eine Laserbehandlung ist intelligent und extrem präziseDurch spezielle Handstücke und individuelle Programme, die Wellenlängen und Pulsfrequenzen berücksichtigen, wird die Energie des Lasers genau dort aktiv, wo sie benötigt wird. Unser Er:YAG Keylaser 3+ ist sogar so intelligent, dass er selbständig Ablagerungen erkennt und in deren Abhängigkeit die Laserenergie steuert. Der Laser wird nur aktiv, wenn er schädliche Ablagerungen erkennt.
Die Laserbehandlung ist substanzerhaltend und -schonendProbleme, wie bei der klassischen Behandlung mit Hochgeschwindigkeitsinstrumenten (Turbinen), bei der in seltenen Fällen Haarrissen und Mikrofrakturen in der Zahnsubstanz auftreten, sind bei Laserbehandlung nicht bekannt.
Weniger Schwellungen und Blutungen – mehr PatientensicherheitDie präzise und sanfte Schnittführung, die es ermöglicht selektiv wenige Zellschichten pro Einsatz zu entfernen, kombiniert mit der simultanen Koagulation, führt zu exzellenten Ergebnissen in der Weichteilchirurgie. Blutungen können häufig vollkommen vermieden und Schwellungen auf ein Minimum beschränkt werden. Es kommt zu einer Wundheilung ohne sonst bekannten postoperativen Beschwerden.
Bakterien haben keine ChanceDer KEY Laser 3+ tötet jegliche Keime. Der Laser zerstört die Keimzellen von innen heraus, indem die in den Keimzellen enthaltene Feuchtigkeit verdampft wird. Der Verdampfung kann die Zellmembran nicht standhalten und die Keime sterben somit ab.
Ästhetisch schön – das passende Zahnfleisch zum strahlenden LächelnDer Lasers ist für die Ästhetik prädestiniert. In der Dermatologie wird er eingesetzt, um das Hautbild zu optimieren, indem Falten oder gezielt Zellschichten entfernt werden, um ein frischeres Erscheinungsbild durch das „Laser Skin Resurfacing“ zu erzielen.In der Zahnmedizin sind es weniger Falten, die im Vordergrund stehen, sondern Laserbleaching und Gingivoplastiken. Bei dem Laserbleaching wird die Einwirkungsdauer und die Intensität mit dem Laser für ein ausgezeichnetes Ergebnis optimiert. Die Gingivoplastik bezeichnet ein Verfahren, bei zuviel sichtbares Zahnfleisch, dass den positiven Eindruck des Lächelns („Gummy Smile“) beeinträchtigt, korrigiert wird.
Weniger Nebenwirkungen – ideal für RisikopatientenDer Laser ist auch sicher für Patienten mit gesundheitlichen Einschränkungen, wie z.B. Diabetes, Herzerkrankungen oder bei der Einnahme von blutverdünnenden Mitteln anders als bei klassischen Eingriffen oder Eingriffen mit Ultraschall und Elektrotomen. Für Menschen, die selbst minimale Strahlenbelastungen vermeiden sollten, wie Frauen während der Schwangerschaft oder Kinder, bietet sich der Laser an, da kein Strahlenrisiko besteht.
Den perfekten Laser für alle Einsatzbereiche gibt es (noch) nicht,deswegen setzen wir je nach Therapiebereich den passenden Laser ein. Eine sehr gute Abdeckung des Therapiespektrums erreicht man durch Erbium:YAG (Hart- und Weichgewebe) und Diodenlaser (Weichgewebe). Neben diesen Lasertypen kommen Er:YSSG und CO2-Laser in der Zahnmedizin vor. Wir verwenden einen Er:YAG (Keylaser 3+) und einen Diodenlaser.
Gibt es bei so vielen Vorteilen auch Nachteile?Eine Laserbehandlung ist die schonendere Alternative. Die Kosten einer Laserbehandlung können jedoch die einer klassischen Behandlung übersteigen.Der technologische Fortschritt findet sich nicht automatisch im Erstattungskatalog der Krankenkassen wieder, d.h. eine generelle Erstattung der Kosten gibt es derzeit nicht, obwohl die Vorteile der Laserbehandlung bekannt sind. Sie müssen daher im Einzelfall mit Ihrer Krankenkasse bzw. mit Ihrem privaten Versicherer die Erstattung abklären.
Ideale Einsatzgebiete für den Laser ergeben sich in folgenden Bereichen:
Ästhetik
>> Bleaching
>> Gingivoplastik
Chirurgie
>> Abszess spalten
>> Abtrag flächiger Mundschleimhauterkrankungen
>> Abtragung von Exostosen
>> Adenom
>> Aphten behandeln
>> Biopsie
>> Drainage
>> Epulis
>> Fibromexzision
>> Fistelgang
>> Frenektomie
>> Frenotomie
>> Hämangiomentfernung
>> Hämostase
>> Herpes behandeln
>> Hyperplasien
>> Implantat freilegen
>> Inzisionen und Exzisionen
>> Leukoplakien
>> Lichen planus
>> Modellation der Gingiva
>> Mucocele/Ranula
>> Mykosen
>> Operculektomie
>> Papillom
>> Retinierte Weisheitszähne
>> Sulcus freilegen
>> Sulcus trocknen bzw. Blutung stillen
>> Vestibulumplastik
>> Wurzelspitzenresektion
Diagnostik
>> Kariesdiagnostik
Endodontie
>> periapikale Defekte
>> Extirpation
>> Sterilisation des Wurzelkanals
>> Trocknen des Wurzelkanals
>> Vitalamputation
>> Vitrifikation
Implantologie
>> Dekontamination von Periimplantiden
>> Implantatfreilegung
Konservierende Therapie
>> Desensibilisierung von überempfindlichen Zahnhälsen
>> Fissurenversiegelung
>> Kariespräparation
>> Koagulation der Pulpa
>> Pulpotomie
>> Schmelz-Dentinkonditionierung
Parodontologie – geschlossene Kurettage
>> Abtrag von infiziertem Knochenmaterial
>> Dekontamination von Implantatoberflächen und Knochenbett
>> Entfernen der subgingivalen Konkremente
>> Entfernen des Granulationsgewebes
>> interne Gingivektomie
>> Keimreduktion
>> Taschendekontamination
Prothetik
>> Sulkuserweiterung
>> Gingivoplastik
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